• Den Widerstand gegen rassistische Polizeikontrollen und Verdrängung im Görli unterstützen!
  • Den Widerstand gegen rassistische Polizeikontrollen und Verdrängung im Görli unterstützen!

    Seit vielen Monaten gibt es ständige rassistische Übergriffe der Polizei auf Geflüchtete Menschen, die sich im Görlitzer Park und Umgebung aufhalten. Ziel von Politik und Polizei ist nicht nur, diese Menschen aus dem Görli und dem öffentlichen Raum zu verdrängen, sondern auch so viele Menschen wie möglich einzuknasten und nach Möglichkeit abzuschieben: In andere Bundesländer wegen der sogenannten „Residenzpflicht“, in andere europäische Staaten oder direkt in die Länder, aus denen die Menschen geflohen sind.

    Was können wir gegen diesen alltäglichen staatlichen und polizeilichen Rassismus machen?

  • Wir müssen uns organisieren!
  • Das ist sicher eine ganz wichtige Sache. Eine Möglichkeit, sich gegen die polizeilichen Übergriffe zu organisieren, ist zum Beispiel, einfach mal auf eines unserer offenen Treffen jeden 2. und 4. Donnerstag (siehe „Termine“) zu kommen. Aber es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten, sich mit Freund*innen und Bekannten zusammenzuschließen und etwas zu machen… Als Gruppe sind viele Dinge möglich: Kundgebungen, Demonstrationen, Polizei-Beobachtung, Präsenz vor Ort, größere Informationskampagnen… und vieles mehr.

  • Wir können mehr Menschen informieren!
  • Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Menschen darüber zu informieren, was im Görli abgeht, und so zu erreichen, dass immer mehr Menschen den Widerstand gegen die rassistischen Polizeikontrollen unterstützen. Wir können mit Menschen in unserem Umfeld sprechen, aber auch ein kleines Flugblatt schreiben und an die Menschen in unserer Umgebung weitergeben, in Briefkästen werfen, an die Haustüren in der Umgebung des Görli kleben oder im Park selbst verteilen. Flugblätter gegen die rassistische Polizeigewalt zum Abholen und Selber-Verteilen für alle befinden sich bald in größerer Menge an Orten in der Nähe des Görli.

  • Wir können versuchen, bei rassistischen Kontrollen direkt einzugreifen!
  • Es ist immer wichtig, Betroffene bei rassistischen Kontrollen oder Festnahmen nicht alleinezulassen. Je mehr Menschen um eine Festnahme herumstehen, je mehr Menschen wütend auf die Polizei einreden, von Kontrollen oder Festnahmen betroffene Menschen umgehend in Ruhe zu lassen, desto unwohler fühlen sich die beteiligten Polizist*innen – und desto eher hören sie vielleicht mit ihren rassistischen Schikanen auf, bzw. begreifen, dass sie nur dann Menschen schikanieren können, wenn sie in großen Gruppen auftreten.

  • Wir können kreativ und wütend sein!
  • Es gibt viele Möglichkeiten, kreativ und wütend gegen die ständigen Polizeiübergriffe im Görli und die sonstigen Verdrängungsmaßnahmen vorzugehen. Wo der Bezirk unter Polizeiaufsicht Kahlschlag macht, können wir wieder Pflanzen pflanzen; wo die Cops mit ihren Wannen durch den Park preschen wollen, können wir vielleicht mit unseren Fahrrädern stehen. Wo Eingänge in den Park von den Bullen zugemacht wurden, können morgen schon wieder neue Eingänge sein. Wo heute ein leeres Gitter ist, kann morgen ein großes Transparent gegen Polizeigewalt hängen. Wenn wir kreativ und wütend sind, könnte vieles möglich sein!